Gut Göhlis jetzt teilsaniert

Riesa. Noch vor eineinhalb Jahren war Beifall im Westflügel von Gut Göhlis tabu – zu groß war die Gefahr herabfallender Putzreste. Jetzt ist aus der einstigen Ruine ein nutzbarer Veranstaltungsraum geworden. Der Verein Sprungbrett e.V. hat den Mittelteil des Gebäudes in bemerkenswert kurzer Zeit saniert und damit einen zentralen Abschnitt des historischen Guts gerettet.

Dach und Dachstuhl wurden vollständig erneuert, im Inneren entstand ein bewusst rustikal gehaltener Raum mit Ziegeloptik und markanter Bogenarchitektur. Trotz des rauen Charmes wirkt das Ambiente heute offen und einladend. Alle Versorgungsleitungen wurden neu verlegt, moderne Sanitäranlagen eingebaut. Eine Bar und ein Küchenbereich sollen folgen. Künftig ist der Raum für Lesungen, Gespräche, Konzerte, Ferienangebote und andere Veranstaltungen vorgesehen.

Vereinsvertreter Martin Tritschler sprach von einer enormen Kraftanstrengung, die viele dem Projekt in dieser Geschwindigkeit nicht zugetraut hätten. Entscheidend seien die enge Zusammenarbeit mit regionalen Handwerksbetrieben und zahlreiche Eigenleistungen gewesen. Ziel sei ein Ort der Begegnung, der Menschen zusammenbringt.

Auch Landrat Ralf Hänsel und Riesas Oberbürgermeister Marco Müller zeigten sich beeindruckt vom Tempo und der Qualität der Sanierung. Insgesamt flossen rund 475.000 Euro in das Projekt, finanziert aus Denkmalpflegemitteln, Förderprogrammen des Landkreises, sogenannten PMO-Geldern sowie Spenden aus der Bevölkerung. Die letzten Arbeiten am Fußboden stehen noch an, bevor das Projekt eine Pause einlegt. Weitere Sanierungsschritte an den Giebelbereichen sind bereits angedacht.

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