Großangelegte Altlastensanierung startet

Nettetal. Im Nettetaler Ortsteil Schlöp beginnt die Sanierung eines stark belasteten Grundstücks. Auf dem Gelände einer ehemaligen chemischen Reinigung wurden Schadstoffe im Boden und Grundwasser nachgewiesen – teilweise bis in rund 20 Meter Tiefe. Für die Sanierung kommt ein spezielles Großlochbohrgerät zum Einsatz. Insgesamt sind 138 überlappende Bohrungen vorgesehen. Rund 7.300 Tonnen belasteter Boden sollen entfernt und fachgerecht entsorgt werden. Das Grundwasser wird während der Arbeiten über Aktivkohlefilter gereinigt.

Die beengten Platzverhältnisse sorgen für zusätzliche Probleme. Die Johannesstraße (L373) muss während der Rückbau- und Bohrarbeiten voraussichtlich rund sieben Monate halbseitig gesperrt werden. Insgesamt werden etwa 800 Lkw-Transporte erwartet. Auf dem Grundstück war von etwa 1925 bis 1974 eine chemische Reinigung in Betrieb. Damals eingesetzte leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe gelangten in den Untergrund. Mit der jetzt gestarteten Maßnahme sollen die Altlasten dauerhaft beseitigt und eine weitere Ausbreitung der Schadstoffe verhindert werden.

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