Prenzlau. Nach Jahrzehnten als Lost Place soll die ehemalige „Russen-Kaserne“ an der B109 in Prenzlau wieder genutzt werden. Die Uckermärkische Entwicklungsgesellschaft (UEG) hat das rund 37.000 Quadratmeter große Areal mit den historischen Kasernengebäuden Ende 2025 erworben. Inzwischen laufen erste Arbeiten auf dem Gelände. Das ehemalige Kasernengebäude soll künftig als Unterkunft für Asylsuchende und Geflüchtete dienen. Damit soll zugleich die bisherige Unterbringung in Wohncontainern auf dem angrenzenden Gelände schrittweise beendet werden. Die Pläne liegen laut UEG bereits zur Abstimmung und Genehmigung vor.
Wann die Bauarbeiten konkret weitergehen können, hängt von den noch ausstehenden Entscheidungen ab. Ziel der UEG ist es, das gesamte Areal langfristig städtebaulich aufzuwerten. Weitere konkrete Nutzungen stehen bislang allerdings noch nicht fest. Die Erweiterung der Flüchtlingsunterkunft entspricht Beschlüssen der Prenzlauer Stadtvertretung. Frühere Pläne für eine Unterkunft mit bis zu 300 Plätzen in einem anderen ehemaligen Bürogebäude waren dagegen auf deutliche Kritik gestoßen.
