Ersatz für Lohner Brandruine im Eiltempo

Lohne. Nach dem verheerenden Brand im Holzhackschnitzelheizkraftwerk auf dem Hof Wegener Anfang Mai lässt die Politik in Lohne keine Zeit verstreichen: Um die Nahwärmeversorgung für rund 100 Haushalte im Osten des Dorfes rechtzeitig zur Heizperiode im Herbst wiederherzustellen, wird der politische Entscheidungsprozess beschleunigt.

Formal wäre der Bauausschuss für die Entscheidung über die Bauvoranfrage zuständig – der tagt jedoch erst Ende September. Deshalb wurde kurzfristig die Tagesordnung der Ratssitzung am 11. Juli angepasst. Ziel ist, schneller grünes Licht für den Ersatzbau zu geben, damit die neue Anlage noch vor dem Winter ans Netz gehen kann.

Nach dem Brand hatte vorübergehend eine mobile Ölheizung die Versorgung übernommen. Doch eine dauerhafte Lösung muss her. Der Wiederaufbau ist nicht nur technisch, sondern auch rechtlich komplex. Noch ist unklar, ob die neue Anlage an exakt derselben Stelle wie der zerstörte Vorgänger stehen darf – vor allem die östliche Außenwand des früheren Gebäudes ist entscheidend. Sollte die Gestaltungssatzung geändert oder eine Abweichung zugelassen werden, wären auch Alternativstandorte auf dem Gelände möglich. Die Kreisbauaufsicht hat ihre Zustimmung bereits signalisiert.

Beim Brand am 5. Mai waren 80 Einsatzkräfte fast 19 Stunden im Einsatz. Auslöser war ein Schwelbrand im Spänebunker unter dem Dach. Das Feuer entwickelte extreme Hitze; das Dach und eine Giebelwand mussten abgetragen werden, um Glutnester zu erreichen. Auch das Technische Hilfswerk unterstützte die Löscharbeiten. Die beschädigte Anlage muss nun vollständig erneuert werden.

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