Dinslaken. Die RAG treibt ihr Grubenwasserkonzept für das mittlere Ruhrgebiet voran – mit dem Standort Lohberg/Hünxe als zentralem Baustein. Bis 2030 soll dort die zentrale Wasserhaltung für die Region entstehen. Das an den Schächten Lohberg 1 und 2 sowie am Schacht Hünxe gehobene Grubenwasser wird dann gemeinsam über Rohrleitungen zur Einleitstelle am Rhein in Voerde geleitet.
Aktuell beginnen am Schacht Hünxe die umfangreichen Bauarbeiten zur Umsetzung des Projekts. Derzeit laufen vorbereitende Maßnahmen im Schachtinneren – darunter der Einbau von Bühnen und Leitungen. Auch über Tage startet nun der Aufbau der nötigen Infrastruktur. Im Herbst 2025 werden Büro- und Aufenthaltscontainer errichtet, ein Jahr später folgt der Rückbau des bestehenden Fördergerüsts, das durch ein temporäres Seilscheibengerüst ersetzt wird.
Die eigentliche Verfüllung des Schachts beginnt 2027 und dauert rund ein Jahr. Dabei werden Hüllrohre eingebaut und mit Beton gesichert – ein Verfahren, das sich an anderen Standorten bewährt hat. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird die Pumpentechnik installiert. Ziel ist, ab Anfang der 2030er-Jahre das aufsteigende Grubenwasser auf einer Tiefe von -630 Metern NHN zu fassen und energieeffizient zum Rhein abzuleiten.
Die Maßnahme bringt auch ökologische Vorteile: Durch die geringere Fördertiefe sinkt der Energieverbrauch, der CO₂-Ausstoß wird reduziert und das Grubenwasser enthält weniger Schadstoffe.
Während der Bauphase bleibt der Standort Hünxe werktags zwischen 7 und 20 Uhr eine aktive Großbaustelle. Die RAG kündigt an, Lärm und Staub soweit wie möglich zu minimieren und bittet Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis.
