Werl. Die ehemalige Paul-Gerhardt-Grundschule in Werl steht vor einer neuen Zukunft. Das Gebäude soll unter Denkmalschutz gestellt und gleichzeitig zu einem Wohnhaus mit rund 38 Wohnungen umgebaut werden. Ein Investor plant auf dem 4.300 Quadratmeter großen Gelände zudem elf Reihenhäuser, zwei Doppelhäuser und zwei Mehrfamilienhäuser. Insgesamt soll ein gemischtes Wohnquartier mit Eigentums- und Mietwohnungen entstehen. Auch geförderter Wohnraum ist vorgesehen. Ein zentraler Quartiersplatz soll als Treffpunkt und Erholungsbereich dienen. Die vorhandenen Bäume sollen weitgehend erhalten und durch neue Pflanzungen ergänzt werden.
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat die Aufnahme der ehemaligen Schule in die Denkmalliste angeregt. Ausschlaggebend sind unter anderem ihre orts- und schulgeschichtliche Bedeutung sowie die weitgehend erhaltene Architektur der 1950er-Jahre. Besonders das geschwungene Vordach gilt als typisches Element der damaligen Moderne. Die Planungen für das neue Wohnquartier „Paul-Gerhardt-Schule“ liegen derzeit öffentlich aus. Bürger können noch bis 19. August Stellungnahmen abgeben. Bis Baurecht geschaffen ist und die ersten Arbeiten beginnen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
