Bergkamen. Das ehemalige Hallenbad in Bergkamen steht vor seinem endgültigen Ende. Das seit Mai 2025 geschlossene Gebäude am Nordberg soll in den kommenden Monaten vollständig zurückgebaut werden. Die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) befinden sich derzeit in der Vergabe des Abrissauftrags. Nach aktuellem Stand soll das Gebäude bis zum Jahreswechsel verschwunden sein. Das Hallenbad wurde 1968 eröffnet und 1996 umfassend saniert. Über Jahrzehnte war die Schwimmhalle ein wichtiger Bestandteil des Bergkamener Sport- und Vereinslebens. Hier trainierten unter anderem die Wasserfreunde TuRa Bergkamen, die DLRG und der Kanuverein. Im Mai 2025 endete nach rund 50 Jahren die Geschichte des Bades.
Besonders bemerkenswert ist der Zustand des Gebäudes: Von außen und auch durch die großen Fenster wirkt die Schwimmhalle teilweise noch erstaunlich intakt. Doch die Technik unterhalb des eigentlichen Schwimmbereichs hätte einen erheblichen Instandsetzungsaufwand erfordert. Eine wirtschaftliche Weiterführung des alten Bades war deshalb keine Option.
Mit dem inzwischen eröffneten Häupenbad verfügt Bergkamen über eine neue moderne Badeeinrichtung. Das alte Hallenbad hat damit endgültig ausgedient. Auch Gegenstände aus dem früheren Bad konnten teilweise weiterverwendet werden. Andere Bauteile, darunter die Treppe zum großen Becken, werden dagegen verwertet und erhalten keine neue Nutzung.
Für Freunde verlassener Orte ist der Abriss ein weiterer Abschied von einem Gebäude, das erst vor kurzer Zeit vom funktionierenden Schwimmbad zum Lost Place wurde. Noch wirkt die leere Schwimmhalle wie eingefroren – doch der bevorstehende Rückbau setzt nun den endgültigen Schlusspunkt unter die Geschichte des traditionsreichen Bergkamener Hallenbades.
