Dortmund. Am Kronenturm in Dortmund sind die Bagger angerückt. Auf dem lange leerstehenden Areal laufen erste vorbereitende Arbeiten für den Rückbau des markanten Bauwerks. Damit wird sichtbar, was bereits seit Monaten feststeht: Der Kronenturm wird verschwinden. An seiner Stelle soll später ein Neubau entstehen. Der Kronenturm gehört zu den letzten sichtbaren Zeugnissen der ehemaligen Kronenbrauerei. Das Brauereigelände wurde nach der Verlagerung des Unternehmens Anfang der 1990er-Jahre weitgehend aufgegeben; große Teile der früheren Bebauung verschwanden bereits Ende der 1990er-Jahre. Der Turm blieb als markanter Solitär zurück.
Nun soll auch dieses Relikt weichen. Untersuchungen der Bausubstanz haben nach Angaben der Stadt gezeigt, dass ein Erhalt des bestehenden Turms nicht möglich ist. Der Neubau soll jedoch die bisherigen Konturen aufnehmen und damit die städtebauliche Wirkung des Kronenturms fortführen.
Mit dem Projekt „Kronenburg“ soll das ehemalige Brauereiareal zu einem neuen Stadtquartier entwickelt werden. Vorgesehen sind bis zu 150 Wohnungen sowie Gastronomie, kleinere Läden und Büros. Der neue Kronenturm soll nach aktuellem Stand 19 Geschosse und 66 Wohnungen erhalten. Auch ein öffentlich beziehungsweise nutzbar konzipierter Dachgarten ist vorgesehen.
Der Kronenturm bleibt zwar als Idee und architektonische Silhouette erhalten – das Original aber verschwindet nun Stück für Stück hinter Bauzäunen und Abbruchgerät.
