Baden-Baden: Zwischen Verfall und neuer Zukunft

Baden-Baden. Baden-Baden hat einige markante Leerstände, die über Jahre das Stadtbild geprägt haben. Doch bei mehreren dieser Lost Places zeichnet sich inzwischen Bewegung ab. Während manche Gebäude saniert und einer neuen Nutzung zugeführt werden, wartet bei anderen weiterhin eine ungewisse Zukunft. Ein besonders prominentes Beispiel ist der historische Palazzo in der Luisenstraße 28. Das Gebäude in der Baden-Badener Altstadt war lange vom Verfall gezeichnet. Inzwischen läuft die Sanierung. Damit bleibt ein charakteristischer Bau im Welterbegebiet erhalten, statt endgültig zum städtebaulichen Problemfall zu werden.

Anders, aber ähnlich langwierig, ist die Geschichte des ehemaligen Waldhotels „Grand Selighof“ am Fremersberg. Das einstige Hotel steht seit Jahrzehnten leer und ist inzwischen stark vom Verfall gezeichnet. Ein Projektentwickler will das Anwesen nun wiederbeleben. Für den Lost Place zeichnet sich damit erstmals seit langer Zeit eine konkrete Perspektive ab.

Die Entwicklung zeigt, dass Leerstand nicht zwangsläufig im Abriss enden muss. Gerade in einer historischen Stadt wie Baden-Baden können alte Gebäude eine zweite Chance bekommen – vorausgesetzt, Eigentümer, Investoren und Stadt finden einen tragfähigen Weg. Ausgerechnet dort, wo jahrelang Stillstand herrschte, beginnt sich nun etwas zu bewegen. Für Lost-Place-Fans bedeutet das allerdings auch: Einige der bekannten Motive könnten bald Geschichte sein.

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