Coburg. Ein Stück Coburger Industriegeschichte ist zurück: Mehr als 100 Jahre nach ihrer Inbetriebnahme ziert nun eine restaurierte Francisturbine das Ufer der Lauter. Die 1913 gebaute Maschine stand einst im städtischen E-Werk am Kanonenweg und erzeugte bis 1959 Strom. Mit 38 Pferdestärken ersetzte das kleine Wasserkraftwerk damals die mittelalterliche Schleifmühle an der Callenberger Straße.
Nach der Stilllegung wurde das Gebäude zunächst von den Coburger Pfadfindern genutzt, später geriet die doppelte Francisturbine in Vergessenheit. Erst beim Bau des Hochwasserschutzes vor vier Jahren wurde sie ausgebaut und aufwendig saniert.
Jetzt steht die schwere Maschine auf einem Sockel direkt am Fußweg entlang der Lauter. Eine Informationstafel erinnert an die Geschichte des E-Werks, das jahrzehntelang ein wichtiger Teil der städtischen Energieversorgung war. Ein finaler blauer Anstrich soll der Turbine bald wieder frischen Glanz verleihen.
