Putz- und Maurerarbeiten an der Windmühle Weserdeich

Foto: Rüdiger Hagen
Foto: Rüdiger Hagen

Tündern. Die historische Windmühle am Weserdeich im Hamelner Ortsteil Tündern erhält eine kräftige Finanzspritze: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt in diesem Jahr 30.000 Euro für dringend notwendige Putz- und Maurerarbeiten an der Außenhülle sowie an den Flügeln der Mühle bereit. Ermöglicht wird die Förderung durch Spenden und die Lotterie GlücksSpirale.

Der Fördervertrag wird am Freitag, 8. August 2025, um 11 Uhr offiziell vor Ort übergeben: Dietrich Burkart, Ortskurator der DSD in Hameln, überreicht das Dokument an Karl-Friedrich Meyer vom Förderverein Windmühle Tündern e.V.

Die Tünderner Mühle prägt seit 1883 das Ortsbild am südlichen Rand des Weserdeichs. Erbaut von Mühlenbauer Redecker aus Börry, orientiert sie sich an Konstruktionen der Peiner Mühlenbaufirma Tiedt. Nach ersten Betriebsjahren wechselte die Mühle mehrfach den Besitzer und wurde 1897 vom Müllermeister Carl Lampe für 9.500 Goldmark erworben. Technische Modernisierungen wie der Einbau eines Elektromotors 1921 oder neuer Mahltechnik in den 1930er Jahren hielten den Betrieb lange am Laufen.

Doch 1968 endete die Nutzung – und ein Blitzschlag 1980 zerstörte große Teile des Bauwerks. Erst durch Teile der Bennigser Windmühle konnte sie 1981 wieder instand gesetzt werden. Heute gilt der dreigeschossige Turmholländer mit seiner charakteristischen, zwiebelförmigen Kappe als markantes Denkmal an der Weser.

Dank der aktuellen Förderung rückt nun eine weitere Sanierungsetappe in greifbare Nähe. Der Förderverein will die Mittel nutzen, um die Substanz zu sichern und die historische Landmarke für die Zukunft zu bewahren.

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