Natursteinarbeiten an der der Oberen Burg

Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Probst
Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Probst

Talheim. Die Obere Burg in Talheim erhält dringend benötigte Unterstützung: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt 40.000 Euro für Natursteinarbeiten an der Turmfassade bereit. Finanziert wird die Förderung durch bundesweite Spenden sowie durch die Lotterie GlücksSpirale.

Der symbolische Fördervertrag wird am Dienstag, 12. August 2025, um 14 Uhr offiziell überreicht: Claus Brechter, Ortskurator der DSD in Bad Wimpfen, übergibt das Dokument gemeinsam mit Christoph Grüber von Lotto Baden-Württemberg an Bürgermeister Rainer Grässle.

Die Oberen Burg prägt seit dem 12. Jahrhundert das Bild des Ortes. Errichtet von den Herren von Talheim, umfasste die Anlage einst Schild- und Ringmauer, Zwinger und Burgfried. Im 16. Jahrhundert kamen drei Fachwerkbauten auf der 14 Meter hohen Schildmauer hinzu. Bis heute erhalten ist der markante Eckturm „Schneck“ mit seiner charakteristischen Wendeltreppe.

Doch die Burg erzählt nicht nur Rittergeschichte: Ab dem 18. Jahrhundert wurde sie vom Leben der jüdischen Gemeinde geprägt. Im Innenhof entstand ein Backhaus, das später zur Synagoge wurde. Diese wurde unter der NS-Herrschaft zerstört – Gedenktafeln erinnern heute an dieses dunkle Kapitel.

Mit der aktuellen Förderung soll die historische Substanz gesichert werden. Ziel ist es, die Burg als bedeutendes Kulturdenkmal am Neckar dauerhaft zu bewahren.

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