Peine. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) beteiligt sich mit 40.000 Euro an der Restaurierung des Wasserturms im Peiner Ortsteil Schwicheldt. Die Mittel stammen aus Spenden und aus der Lotterie GlücksSpirale. Die Förderung fließt insbesondere in die Erneuerung der Dacheindeckung, bei der handgeformte Keramikziegel verwendet werden.
Schwicheldt, ein zur Stadt Peine gehörendes Dorf, liegt östlich von Peine in der Geestlandschaft zwischen Hannover und Braunschweig. Der Wasserturm prägt das Ortsbild und gilt als Wahrzeichen der kleinen Gemeinde. Seine Entstehung verdankt er dem Bau des Mittellandkanals: Durch den Kanal sank der Grundwasserspiegel, weshalb die Reichswasserstraßenverwaltung sich vertraglich verpflichtete, für eine zuverlässige Wasserversorgung zu sorgen. Von 1928 bis 1955 war der Turm in Betrieb.
Der denkmalgeschützte Bau erhebt sich über einem runden Grundriss und misst 18 Meter in der Höhe. Acht kräftige Lisenen stabilisieren den Ziegelschacht. Der obere Teil des Turms, leicht überkragend und aus Beton gefertigt, beherbergt noch heute den originalen Hängebodenbehälter aus genietetem Eisen mit einem Durchmesser von drei Metern. Gekrönt wird der Turm von einem achteckigen Zeltdach, das mit traditionellen Hohlpfannen gedeckt ist und eine kleine Laterne trägt. Im Inneren führt eine zweiläufige Eisentreppe durch den Turm.
Mit der finanziellen Unterstützung trägt die DSD dazu bei, dieses technische Denkmal langfristig zu erhalten und seine historische Bedeutung im Ortsbild zu sichern.
