Feuer zerstört historisches Kloster

Vor dem Brand. Foto: François GOGLINS/CC BY-SA 3.0
Vor dem Brand. Foto: François GOGLINS/CC BY-SA 3.0

Tannay-le-Mont-Dieu. Ein schweres Feuer hat das Kloster Mont-Dieu im Norden Frankreichs in der Nacht zum Sonntag fast vollständig vernichtet. Spaziergänger entdeckten die Flammen in dem abgelegenen Gebäudekomplex und alarmierten die Feuerwehr. Doch als die Einsatzkräfte eintrafen, stand das historische Kloster bereits in Vollbrand.

„Es gibt kein Dach mehr, keine Böden mehr – nur die Mauern stehen noch“, erklärte Anne Fraipont, Bürgermeisterin von Tannay-le-Mont-Dieu, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Sie sprach von einem „unermesslichen Verlust“ für die Region: „Das Kloster war unser Notre-Dame der Ardennen.“

Kulturelles Erbe ausgelöscht

Das Kartäuserkloster Mont-Dieu wurde im 12. Jahrhundert gegründet und prägte über Jahrhunderte das spirituelle und kulturelle Leben der Region. Seine heutige Gestalt erhielt der Komplex im 17. Jahrhundert. Nun drohen die Ruinen einzustürzen – die Gebäude gelten als stark beschädigt und einsturzgefährdet.

Der abgelegene Standort mitten im Wald erschwerte den Feuerwehren die Löscharbeiten erheblich. Trotz stundenlangen Einsatzes konnten die Flammen nicht aufgehalten werden.

Ursache noch unklar

Wie es zu dem Brand kam, ist bislang unklar. Brandermittler sollen nun klären, ob ein technischer Defekt, Fahrlässigkeit oder Brandstiftung vorliegen.

Für die Bewohner der Ardennen ist der Verlust des Klosters ein Schock – das Mont-Dieu war nicht nur ein architektonisches Kleinod, sondern auch ein Symbol regionaler Geschichte und Identität.

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