Ehemaliger NATO-Bunker wird zum Museum

Foto: Adert/CC BY-SA 4.0
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In Norditalien soll ein lange abgeschotteter NATO-Bunker künftig für die Öffentlichkeit zugänglich werden. Die unterirdische Anlage liegt in einem Bergmassiv nahe dem Gardasee und war während des Kalten Krieges Teil der militärischen Führungsstruktur der NATO. Bis 2007 diente der Komplex als Kommando- und Kontrollzentrum. Die Dimensionen der Anlage sind beeindruckend: Der unterirdische Komplex umfasst rund 13.000 Quadratmeter. Hinter den massiven Zugängen verbirgt sich ein weit verzweigtes System aus Gängen und Funktionsräumen. Dazu gehören unter anderem Bereiche für Versorgung, medizinische Betreuung und die militärische Führung.

Die Anlage war für den Krisenfall ausgelegt und sollte die Handlungsfähigkeit der NATO auch unter extremen Bedingungen gewährleisten. Damit gehört der Bunker zu den bedeutenden erhaltenen Zeugnissen der europäischen Geschichte des Kalten Krieges.

Vom Geheimobjekt zum Museum

Nach dem Ende seiner militärischen Nutzung blieb der Bunker lange Zeit weitgehend verborgen. Nun zeichnet sich eine neue Zukunft ab: Teile der Anlage sollen voraussichtlich bis zum Sommer 2027 für Besucher geöffnet werden. Geplant sind unterschiedliche Rundgänge, die sich unter anderem an Familien, Schulklassen und historisch besonders interessierte Besucher richten. Dabei sollen Besucher unter anderem durch die ehemaligen Versorgungsbereiche mit Kantine, Küche und Krankenstation geführt werden. Auch der frühere sogenannte Kriegsraum soll Bestandteil der Besichtigung werden.

Ein Blick in die Geschichte des Kalten Krieges

Mit der geplanten Öffnung wird aus einem einst streng abgeschirmten Militärstandort ein historischer Lern- und Erinnerungsort. Der Bunker soll künftig vermitteln, welche Bedeutung unterirdische Führungsanlagen während der Konfrontation zwischen NATO und Warschauer Pakt hatten. Für Lost-Place- und Militärgeschichtsinteressierte dürfte die geplante Öffnung besonders spannend sein: Was jahrzehntelang hinter verschlossenen Türen lag, könnte schon bald offiziell besichtigt werden.

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