Der im Volksmund „Lanstroper Ei“ genannte Wasserturm steht weithin sichtbar auf einer Anhöhe der Roten Fuhr südlich der Autobahn A 2 im Dortmunder Nordosten, im Ortsteil Grevel. Bundesweit handelt es sich bei dem „Lanstroper Ei“ um eines der wenigen erhaltenen Beispiele eines geschlossenen Barkhausen-Behälters auf einem Stahlfachwerkgerüst, der nach seinem Konstrukteur, dem Bauingenieur Karl Georg Barkhausen (1849-1923) benannt wurde. Als Teil der Route der Industriekultur im Emscher Landschaftspark stellt das „Lanstroper Ei“ darüber hinaus eine signifikante Landmarke dar.
Der 1905 im Auftrag der Städtischen Gas- und Wasserwerke Unna von der Dortmunder Stahlbaufirma August Klönne errichtete Wasserhochbehälter diente bis 1980 der Wasserversorgung von Lanstrop, Derne, Mengede, Brambauer und Teilen der benachbarten Stadt Lünen und sorgte zudem für einen Ausgleich der Verbrauchsschwankungen sowie für einen gleichmäßigen Versorgungsdruck.

2007 kaufte die Stadt Dortmund das Bauwerk. Nach Auskunft des Fördervereins Lanstroper Ei und des städtischen Liegenschaftsamtes vom 7. März 2012 liegen Umbaupläne vor, wonach das Lanstroper Ei zusätzlich zu den erforderlichen Sanierungsarbeiten noch einen Anbau in der Form des gespiegelten Wasserturms bekommen wird. Die Stadt Dortmund hat einen Kostenrahmen für beide Projektabschnitte erstellt. Danach müssen für die Sanierung rund 2,1 Mio. Euro veranschlagt werden, sowie 1,14 Mio. Euro für den Erweiterungsbau. Der ein- bis zweigeschossige Ergänzungsbau mit einer Nutzfläche von 240 m² soll für Gastronomie sowie Fortbildungs- und Kulturveranstaltungen genutzt werden.
Zwischen 2018 und August 2020 wurden Arbeiten am Gerüst des Turmes zur Erhaltung der Standsicherheit durchgeführt. Eine Sanierung des Wasserbehälters sowie der Bühnen und Leiteraufgänge sollte noch erfolgen. Ein zweiter Bauabschnitt wurde nach Erhöhung der Finanzierung durch die Stadt Dortmund 2024 begonnen, ohne dass die spätere Nutzung des Bauwerks klar war. Nach Angaben des Fördervereins dauerten die Sanierungsarbeiten 2025 an.
Mit Material von wikipedia.de
