Chemnitz. Chemnitz wird 2025 erneut zur Bühne internationaler Urban Art: Das renommierte Festival ibug (Industriebrachenumgestaltung) macht im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres Station im ehemaligen Krankenhaus in der Scheffelstraße 110. In seiner 20. Ausgabe verwandelt das Festival das seit 1997 stillgelegte Gelände in eine pulsierende Ausstellungs- und Begegnungsfläche – mit Streetart, Installationen, Musik und Bildungsformaten.
Die Veranstalter vom ibug e.V. aus Leipzig bespielen das historische Areal – bestehend aus drei Gebäuden, einem früheren Schutzraum und einem grünen Innenhof – mit Arbeiten von rund 70 Künstler aus 25 Ländern. In nur zwei Wochen entstehen vor Ort Murals, Paste-Ups, Illustrationen und raumgreifende Installationen. Das Festival wird damit nicht nur zum Schaufenster aktueller urbaner Kunst, sondern auch zum Motor kreativer Stadtentwicklung.
Öffnungszeiten und Publikumstermine
An drei Wochenenden öffnet das Gelände seine Tore für Besucher, nämlich am 22. bis 24. August, 29. bis 31. August sowie vom 5. bis 7. September. Jeweils bis 20 Uhr sind die Ausstellungen zugänglich, danach lädt ein Biergarten mit Live-Musik zum Verweilen ein. Ergänzt wird das Programm durch Workshops, Talkrunden, Filmvorführungen und historische Führungen. Bereits in der Woche vom 25. bis 29. August sind exklusive Bildungsangebote für Schulklassen geplant – Anmeldungen dafür sind bereits möglich.
Ein Ort mit Geschichte, neu belebt
Das Areal blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück: Ursprünglich als Presto-Werke errichtet, diente es später der Auto-Union AG als Zentrale. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es in ein Krankenhaus umgewandelt, das unter dem Namen „Krankenhaus Stadtpark“ über 50 Jahre lang medizinische Versorgung bot. Seit seiner Schließung 1997 stand es leer – bis jetzt.
„Die ibug war schon immer ein Ort des Wandels – künstlerisch und städtebaulich“, sagt das Organisationsteam. „Gerade in diesem Jubiläumsjahr ist es ein großes Geschenk, Teil des Kulturhauptstadtprogramms Chemnitz 2025 zu sein.“
Kunst, Austausch und urbane Identität
Längst ist die ibug mehr als ein Festival: Sie ist Plattform für interkulturellen Austausch, Bildungsort und sozialer Treffpunkt. Sie transportiert urbane Kunst in neue Kontexte und schafft ein kollektives Erlebnis jenseits klassischer Kulturinstitutionen. Das einst verlassene Krankenhaus wird dabei zum Symbol gelungener Transformation.
Mitmachen erwünscht!
Für den Aufbau des Festivals wird weiterhin tatkräftige Unterstützung von freiwilligen Helfer:innen gesucht. Wer Lust hat, Teil des Teams zu werden und hinter die Kulissen des Projektes zu blicken, kann sich gerne melden unter: helfen@ibug-art.de
Mehr Infos gibt es online unter www.ibug-art.de
