Historische Filmaufnahmen zeigen Stahlindustrie im Wandel

Foto: Stadt Bochum
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Bochum. Das Archivkino des Stadtarchivs Bochum widmet sich mit historischen Filmaufnahmen einem wichtigen Kapitel der regionalen Industriegeschichte. Der rund 90-minütige Filmabend „Bochumer Verein 1934–1941“ gibt Einblicke in die Arbeitswelt eines der bedeutenden Stahlunternehmen des Ruhrgebiets – und in den Alltag während der Zeit des Nationalsozialismus.

Ab 1934 hielten die Werksfotografen des Bochumer Vereins nicht mehr nur Fotografien, sondern auch Schmalfilme fest. Die Aufnahmen zeigen Produktionsabläufe in verschiedenen Betrieben ebenso wie soziale Einrichtungen, darunter das Lehrlingsheim in Dülmen, und Feiern in der Siedlung Höntrop. Die historischen Bilder vermitteln damit nicht nur Eindrücke von der Schwerindustrie, sondern auch vom gesellschaftlichen Umfeld des Unternehmens zwischen 1934 und 1941.

Filmabend im Stadtarchiv

Die Vorführung findet am Mittwoch, 14. Oktober 2026, um 19 Uhr im Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, statt. Moderiert wird der Abend von Ralf Stremmel und Felix Hartelt vom Historischen Archiv Krupp. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich. Sie ist per E-Mail an stadtarchiv@bochum.de oder telefonisch unter 0234 910-9510 möglich.

Der Filmabend begleitet die Ausstellung „Licht und Schatten: Fotografien des Bochumer Vereins für Gussstahlfabrikation 1860–1945“. Die historischen Aufnahmen sind mehr als ein Blick zurück auf die Stahlproduktion: Sie dokumentieren auch, wie ein Industrieunternehmen seine Arbeit und seine Belegschaft darstellte – in einer Zeit, in der Wirtschaft und Gesellschaft zunehmend durch die nationalsozialistische Herrschaft geprägt wurden.

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