Die Königsbrücke ist ein bedeutendes historisches Bauwerk aus dem Jahr 1842 und steht heute unter Denkmalschutz. Sie befindet sich nahe der Eickumer Straße 214a, unweit der Grenze zur Stadt Herford, und überspannt das Wiesental des Jöllenbecker Mühlenbaches. Dieser Bach diente einst als Energiequelle für die nahegelegene Peppmühle, eine alte Wassermühle des Hofes Peppmöller.
Bereits 1795 wurde an dieser Stelle eine erste Brücke errichtet, die jedoch nach wenigen Jahrzehnten baufällig war. Der darauf folgende Neubau aus Sandstein diente dazu, die Verbindung zwischen Jöllenbeck und Herford zu verbessern und insbesondere den Fuhrwerksverkehr zu erleichtern. König Friedrich Wilhelm III. unterstützte das Vorhaben finanziell mit 22.000 Talern und legte damit den Grundstein für den Ausbau der Infrastruktur in der Region.

Der Bau der neuen Brücke führte zu einem Streit zwischen der Bürgermeisterei Jöllenbeck und dem preußischen Staat über die Finanzierung. Am Ende entschied das Gericht zugunsten von Jöllenbeck – Preußen musste für Bau und Instandhaltung aufkommen. Als Zeichen der königlichen Beteiligung und als Hinweis auf eine damalige Mautpflicht wurde ein Emblem mit dem Wappen von König Friedrich Wilhelm IV. angebracht – daher der Name „Königsbrücke“.
Mit dem späteren Ausbau der nahegelegenen Landesstraße verlor die Brücke zwar an verkehrstechnischer Bedeutung, blieb aber als historisches Bauwerk erhalten. 1988 erinnerte der Heimatverein Jöllenbeck mit der Aufstellung einer Gedenktafel an die geschichtliche Bedeutung der Brücke. Sie steht bis heute als Symbol für den Wandel der Verkehrsinfrastruktur und das Erbe königlicher Baupolitik.
Mehr Informationen unter www.heimatverein-joellenbeck.de
Denkmal des Quartals
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