Wermelskirchen. Die Stadt Wermelskirchen steht vor einem bedeutenden städtebaulichen Wandel: Beim großen „Rhombus Familien-Sommerfest“ am Sonntag, 6. Juli, wird der Öffentlichkeit erstmals das Konzept für das neue „Innovationsquartier Rhombus“ vorgestellt. Der Stadtrat hat den Entwurf des renommierten Münchner Architekturbüros allmannwappner gebilligt – ein stimmiges Gesamtkonzept, das Geschichte und Zukunft architektonisch verbindet.
Historische Fassade bleibt – Neues in alter Form
Besonders erfreulich für viele Bürgerinnen und Bürger: Die charakteristische Sheddach-Fassade des alten Rhombus-Geländes bleibt erhalten und prägt auch künftig das Stadtbild. Ziegel, Scheddächer und ortstypische Gestaltungselemente finden sich im gesamten Quartier wieder – vom neuen Hallenbad bis zur teilüberdachten Platzgestaltung. So entsteht ein harmonisches Bild, das Altes würdigt und Neues integriert.
Zentrum mit Klima-See und Begegnungsort
Im Zentrum des künftigen Quartiers entsteht ein großzügiger Quartiersplatz mit Sitzmöglichkeiten und einem sogenannten Klima-See – als neuer Treffpunkt und Rückzugsort inmitten des Areals. Eine barrierefreie Rampe erschließt den Platz, die angrenzende Promenade lädt zum Flanieren ein. Für den ruhigen Charakter sorgt die Verkehrsberuhigung: Autos verschwinden in Tiefgaragen an den Außenseiten.
Wohnraum, Pflege und Innovation
Neben städtischen Nutzungen wie dem „Haus der Vereine“, der Volkshochschule und einem „Innovationshaus“ ist auch Raum für private Investitionen vorgesehen. Ein Wohnturm, ein Pflegeheim und großzügige Grünräume ergänzen das Quartierskonzept. Ein Steg soll künftig das neue Viertel direkt mit der Innenstadt über den Brückenweg verbinden – eine gestalterisch wie funktional spannende Idee, deren Umsetzung nun vorbereitet wird.
Förderantrag geplant – Kostenrahmen bei 28 Millionen Euro
Die Stadt plant, im September einen Antrag auf Städtebauförderung zu stellen. Die förderfähigen Kosten werden derzeit auf rund 28 Millionen Euro geschätzt. Das Projekt ist Teil der Regionale 2025 und wurde über ein europaweites Wettbewerbsverfahren ausgeschrieben.
Bürgerbeteiligung beim Sommerfest
Wer mehr über die Pläne erfahren möchte, kann sich am Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr im Bürgerzentrum an der Telegrafenstraße informieren. Neben Bürgermeisterin Marion Holthaus erläutern Experten der Stadtentwicklung und Vertreter der Regionale 2025 die Details. Im Großen Saal werden die Pläne ausgestellt, Mitarbeitende der Stadt stehen für Rückfragen bereit.
