Schloss Wallhausen: Ruf nach Wiederaufbau

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Wallhausen. Das historische Schloss Wallhausen im Landkreis Mansfeld-Südharz steht nach einem verheerenden Brand vor einer ungewissen Zukunft. Das Feuer hatte Ende Juli insbesondere das Dachgeschoss und Teile des zweiten Obergeschosses des denkmalgeschützten Renaissancebaus zerstört. Die Ursache des Brandes ist bislang nicht abschließend geklärt. Das Schloss wurde zwischen 1606 und 1613 von der Adelsfamilie von der Asseburg errichtet. Nach der Bodenreform 1945 ging es an die Gemeinde über und wurde später unter anderem als Schule genutzt. Seit 2005 befand sich das Gebäude in Privatbesitz und wurde als Hotel, Restaurant und Ausstellungsort genutzt.

Denkmalschutz dokumentiert die Schäden

Nach dem Brand ist das Schloss derzeit nicht begehbar. Zunächst muss die Standsicherheit des Gebäudes überprüft werden. Erst danach lässt sich beurteilen, welche Gebäudeteile erhalten werden können und ob möglicherweise Teilabbrüche erforderlich werden. Parallel dazu unterstützt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt die Dokumentation des Schlossareals. Mithilfe eines Drohnenspezialisten sollen Aufnahmen des beschädigten Gebäudes erstellt werden. Die Daten können später eine wichtige Grundlage für denkmalpflegerische Entscheidungen und einen möglichen Wiederaufbau bilden.

Petition für den Wiederaufbau gestartet

Unterdessen formiert sich Unterstützung für eine Zukunft des Schlosses. Am 17. August 2026 wurde eine Online-Petition mit dem Titel „Schloss Wallhausen muss wieder aufgebaut werden“ gestartet. Die Initiatoren wollen damit ein deutliches Signal setzen: Das historische Gebäude soll nicht aufgegeben, sondern nach Möglichkeit wiederhergestellt und einer neuen Nutzung zugeführt werden. In der Petition wird der Wiederaufbau nicht allein als bauliche Aufgabe verstanden. Schloss Wallhausen stehe für Geschichte, regionale Identität und einen Ort, der auch kommenden Generationen erhalten bleiben solle.

Zur Petition „Schloss Wallhausen muss wieder aufgebaut werden“

Zukunft des Schlosses weiterhin offen

Ob aus dem Wunsch nach einem Wiederaufbau tatsächlich ein konkretes Sanierungsprojekt werden kann, hängt zunächst vom Zustand der verbliebenen Bausubstanz und der statischen Bewertung ab. Ebenso entscheidend werden Finanzierung, Eigentümer, Denkmalschutz und ein tragfähiges Nutzungskonzept sein. Die aktuelle Dokumentation durch das Denkmalamt ist deshalb ein wichtiger erster Schritt. Sie soll helfen, den Zustand des Schlosses nach dem Brand möglichst genau zu erfassen und damit die Grundlage für weitere Entscheidungen zu schaffen. Noch ist damit nicht entschieden, wie Schloss Wallhausen künftig aussehen wird. Die gestartete Petition zeigt jedoch bereits, dass der Erhalt des historischen Bauwerks in der Region auf Unterstützung stößt. Für ein Denkmal von dieser historischen Bedeutung könnte damit eine neue Phase beginnen – zwischen Sicherung, möglichem Wiederaufbau und der Suche nach einer langfristigen Perspektive.

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