Neues Kleid für alten Schacht

Foto: Wismut
Foto: Wismut

Bad Schlema. Der markante Schacht 15 IIb in Bad Schlema bekommt derzeit ein neues Gesicht. Während der Betrieb uneingeschränkt weiterläuft, wird die bisherige Holzverkleidung des Schachtturms vollständig durch eine moderne Stahlblechumhausung ersetzt. Das Bauvorhaben stellt hohe Anforderungen an Planung, Sicherheit und Koordination – denn der Schacht ist eine zentrale Betriebsader des Grubenfelds.

Seit Oktober 2025 laufen die Arbeiten an dem Turm. Die rund 25 Jahre alte Holzverkleidung hatte ihre Lebensdauer erreicht: Witterungseinflüsse hatten das Material zunehmend geschädigt, Fäulnis machte eine Erneuerung unausweichlich. In den vergangenen Wochen wurde die alte Konstruktion schrittweise demontiert. An ihre Stelle tritt nun eine Trapezblechverkleidung aus verzinktem Stahl, die zusätzlich farbbeschichtet ist. Der Farbton orientiert sich bewusst am bisherigen Erscheinungsbild, um die markante Silhouette des Schachtes zu bewahren. Auch der Schriftzug am Turm wird im Zuge der Arbeiten erneuert.

Der Wechsel vom Holz zum Metall ist nicht nur eine Frage der Haltbarkeit, sondern vor allem der Sicherheit. Als Hauptzugang zum Grubenfeld und zugleich als Frischwetterschacht spielt Schacht 15 IIb eine zentrale Rolle für den laufenden Betrieb. Die neue Stahlblechumhausung reduziert die Brandlast erheblich und verbessert damit den vorbeugenden Brandschutz an einem besonders sensiblen Punkt der Anlage.

Foto: Wismut
Foto: Wismut

Insgesamt werden etwa 250 Quadratmeter Verkleidungsfläche erneuert. Die Arbeiten erfolgen unter erschwerten Bedingungen, da der Betrieb am Schacht zu keinem Zeitpunkt unterbrochen werden kann. Für die beauftragte Dachdeckerfirma bedeutet das: höchste Konzentration, klare Sicherheitsregeln und tägliche Abstimmungen mit allen Beteiligten vor Ort. Jeder Handgriff muss sitzen, um den reibungslosen Ablauf des Schachtbetriebs nicht zu gefährden.

Voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Mit dem Rückbau des Gerüsts wird der Schacht 15 IIb dann in neuem Glanz sichtbar – technisch auf dem neuesten Stand, sicherer als zuvor und zugleich optisch eng an sein bisheriges Erscheinungsbild angelehnt. Für den Standort Bad Schlema ist die Maßnahme ein weiteres sichtbares Zeichen für die kontinuierliche Modernisierung der bergbaulichen Infrastruktur bei laufendem Betrieb.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert