Förderbescheid für Abriss des Schrotthochhauses

Gelsenkirchen. Für das seit Jahren als Schandfleck geltende Hochhaus an der Emil-Zimmermann-Allee in Gelsenkirchen-Buer zeichnet sich nun endgültig das Ende ab. Mit der Übergabe des Förderbescheids des Landes Nordrhein-Westfalen rückt der Abriss des maroden Gebäudes in greifbare Nähe. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach wird am Vormittag im Hans-Sachs-Haus erwartet, um den Bescheid persönlich zu überreichen – ein symbolträchtiger Schritt nach langer Hängepartie.

Nach Angaben der Stadt ist die Förderung die entscheidende Voraussetzung, um das sogenannte Schrotthochhaus tatsächlich beseitigen zu können. Das Gebäude gilt seit Jahren als baulich heruntergekommen und städtebauliches Problem im Süden von Buer. Immer wieder hatte es Diskussionen um Sanierung, Sicherung oder Abriss gegeben – nun fällt die Entscheidung endgültig zugunsten des Rückbaus.

Mit dem Abriss soll nicht nur ein Gefahrenpunkt verschwinden, sondern auch Raum für neue Nutzung entstehen. Auf dem Areal ist ein moderner Wohnkomplex mit 42 Wohnungen geplant. Ergänzt wird das Vorhaben durch den Bau einer Kindertagesstätte mit Platz für rund 110 Kinder. Damit soll das Viertel deutlich aufgewertet und gleichzeitig dringend benötigter Wohn- und Betreuungsraum geschaffen werden.

Der Baustart für das Neubauprojekt ist nach aktuellen Planungen für das kommende Jahr vorgesehen. Zunächst muss jedoch das Hochhaus vollständig zurückgebaut werden. Die Stadt rechnet damit, dass nach der Förderzusage die vorbereitenden Maßnahmen kurzfristig anlaufen können.

Für Gelsenkirchen-Buer markiert das Projekt einen wichtigen Schritt in der Stadtentwicklung. Der Abriss des Problemgebäudes gilt als Signal, dass lange vernachlässigte Standorte nun konsequent neu gedacht werden. Aus einem maroden Hochhaus soll ein Wohn- und Lebensraum entstehen – und ein langjähriges Ärgernis der Anwohner endlich verschwinden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert