Geld für Sanierung des Marine-Ehrenmals in Laboe

Foto: TeWeBs/CC BY-SA 3.0
Foto: TeWeBs/CC BY-SA 3.0

Kiel. Das Marine-Ehrenmal in Laboe bei Kiel wird umfassend saniert. Rund 5,3 Millionen Euro sollen in die Instandsetzung des 72 Meter hohen Turms fließen. Möglich wird das Projekt durch zusätzliche Unterstützung von Bund und Land, wie der Präsident des Deutschen Marinebundes, Heinz Maurus, bestätigte: „Wir sind dankbar, dass die Finanzierungslücke geschlossen werden konnte.“

Der Sanierungsbedarf ist erheblich: An den Klinkeroberflächen haben sich Abplatzungen gebildet, Frost hat weitere Schäden verursacht, und die Fugen weisen massive Risse auf. Insgesamt sollen rund 5.000 Steine ausgetauscht und Fugen auf einer Länge von 100 Kilometern erneuert werden. Da die Kosten noch nicht abschließend berechnet sind, setzt der Marinebund seine Spendenkampagne fort.

Das Ehrenmal, weithin sichtbar an der Einfahrt zur Kieler Förde, wurde 1936 in Anwesenheit Adolf Hitlers eingeweiht. Ursprünglich als Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtet, erweiterte sich der Bezug nach dem Zweiten Weltkrieg auf die Kriegsmarine. Seit der Übernahme durch den Deutschen Marinebund 1954 und der Umwidmung 1996 dient es als internationale Gedenkstätte für auf See gebliebene Seeleute aller Nationen – und als Mahnmal für Frieden und freie Seefahrt.

Heute gehört das Ehrenmal zusammen mit dem benachbarten Museums-U-Boot U 995 zu den meistbesuchten Erinnerungsorten in Schleswig-Holstein. Zwischen 1954 und 2004 zählte das Ensemble über 14 Millionen Besucher. Mit der geplanten Sanierung soll das Wahrzeichen der Kieler Förde nun für kommende Generationen erhalten werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert