Freibad-Zeit startet im Industriedenkmal

Foto: Rainer Halama/CC BY-SA 3.0
Foto: Rainer Halama/CC BY-SA 3.0

Essen. Wo einst Hitze, Kohle und Rauch den Alltag bestimmten, spritzt heute das Wasser: Mitten im Industriedenkmal der Kokerei Zollverein startet am 15. Juli wieder das wohl ungewöhnlichste Freibad im Ruhrgebiet in die Sommersaison. Bis zum 26. August verwandelt sich ein stillgelegtes Areal der Montanindustrie in ein kostenfreies Schwimmvergnügen – direkt vor den stillen Riesen der ehemaligen Koksofenbatterie.

Das sogenannte Werksschwimmbad, ein zwölf mal fünf Meter großer Pool aus zwei zusammengeschweißten Überseecontainern, ist längst Kult. Seit 2001 steht es auf dem Gelände der Kokerei Zollverein – geschaffen von den Künstlern Dirk Paschke und Daniel Milohnic – und gilt heute als Symbol für den Strukturwandel im Revier. Die Kombination aus rauer Industriearchitektur und sommerlichem Freizeitspaß macht das Schwimmbecken zu einem echten Publikumsmagneten.

Täglich von 12 bis 20 Uhr ist das ungewöhnliche Bad geöffnet, bei starkem Regen oder Gewitter bleibt es allerdings geschlossen. Eine Einschränkung gibt es: Da das Becken 2,40 Meter tief ist, dürfen ausschließlich geübte Schwimmer hinein. Nichtschwimmer – auch mit Schwimmhilfen – müssen draußen bleiben. Ein Schwimmmeister sorgt für Sicherheit vor Ort.

Für viele Ruhrgebietler ist das Werksschwimmbad weit mehr als nur ein Pool: Es ist eine Einladung, die Vergangenheit nicht zu vergessen – und sie gleichzeitig neu zu beleben. Baden zwischen Koksöfen, das gibt’s eben nur im Pott.

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