Berlin überlässt Bogensee-Gelände der Gemeinde

Foto: Olaf Tausch/CC BY 3.0
Foto: Olaf Tausch/CC BY 3.0

Berlin/Wandlitz. Nach Jahren des Leerstands und Verfalls kommt Bewegung ins Bogensee-Areal: Das Land Berlin überträgt das 16 Hektar große Gelände mit der früheren Villa von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels bis Ende 2027 an die Gemeinde Wandlitz. Das teilte die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) mit.

Die Gemeinde darf die Gebäude und Außenflächen künftig für Führungen, Besichtigungen und Veranstaltungen nutzen. Parallel soll in Zusammenarbeit mit Bund und Landkreis Barnim eine Studie erarbeitet werden, die mögliche neue Nutzungsperspektiven aufzeigt. Das Land Berlin trägt weiterhin die jährlichen Bewirtschaftungskosten von rund 200.000 Euro, während Wandlitz die Organisation vor Ort übernimmt und bei Bedarf neue Verträge mit Dienstleistern und Versorgern schließt.

Das historische Anwesen diente nach dem Krieg zunächst als FDJ-Hochschule und später als Kongresszentrum, stand aber seit dem Jahr 2000 leer und verfiel zunehmend. Berliner Finanzstaatssekretär Wolfgang Schyrocki bezeichnete die temporäre Überlassung als „wichtigen Schritt für die Vermarktung und Entwicklung des Areals“. Wandlitz’ Bürgermeister Oliver Borchert betonte die besondere historische Bedeutung des Ortes und die Chance, die Strahlkraft des Geländes wieder sichtbar zu machen.

Noch ist unklar, wie die langfristige Zukunft des geschichtsträchtigen Ortes aussehen wird. Klar ist jedoch: Nach Jahrzehnten des Stillstands kommt endlich Bewegung in die Angelegenheit.

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