Seit 1934 versorgte die Stadtgärtnerei Bochum die öffentlichen Grünanlagen mit Frühjahrs-, Sommer- und Herbstpflanzen. Nach jahrelangen Diskussionen wurde der traditionsreiche Betrieb 2003 aufgegeben. Die Mitarbeiter fanden Beschäftigung in anderen städtischen Betrieben. Nach dem Ende der Nutzung verfiel das Gelände in der Feldmark zunehmend. Die teilweise eingestürzten Gebäude wurden schließlich abgerissen. Damit begann der nächste Abschnitt der Arealgeschichte: Auf dem ehemaligen Gärtnereigelände soll das neue Wohnquartier Feldmark entstehen. Das Quartier ist Teil des Großprojekts Ostpark – Neues Wohnen zwischen Altenbochum und Laer. Insgesamt sind auf rund 25 Hektar etwa 1.300 Wohneinheiten vorgesehen.

650 Wohnungen auf dem ehemaligen Gärtnereigelände
Im ersten Bauabschnitt sollen rund 650 Wohnungen entstehen. Geplant sind unterschiedliche Wohnformen – von Stadtvillen bis zu Mehrfamilienhäusern. Rund 30 Prozent der Wohnungen sollen öffentlich gefördert werden. Zusätzlich sind ein Studierendenwohnheim, eine Kita, Einrichtungen der Evangelischen Hochschule und Flächen für selbstverwaltete Wohnprojekte vorgesehen.






Viel Grün und ein neuer Bachlauf
Trotz der umfangreichen Bebauung soll der Ostpark seinen grünen Charakter behalten. Fast die Hälfte der Gesamtfläche ist für Grün- und Freiflächen vorgesehen. Ein neuer Bachlauf soll künftig auch bei der Regenwasserbewirtschaftung eine wichtige Rolle spielen. Dachbegrünungen und eine naturnahe Gestaltung sollen zudem zur Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität beitragen.

Ein neues Kapitel für die Feldmark
Die Entwicklung des Ostparks steht beispielhaft für den Wandel ehemaliger Brachflächen. Statt neue Landschaft am Stadtrand zu bebauen, werden bereits genutzte und baulich geprägte Flächen für neues Wohnen aktiviert. Damit verschwindet die alte Stadtgärtnerei endgültig aus dem Stadtbild – und macht Platz für ein neues, grünes Wohnquartier.
