Borsdorf. Die Pläne zur Umwandlung der Industriebrache des ehemaligen VEB Kunstleder Borsdorfer in einen Wohnstandort verzögern sich erneut. Die Leipziger SRM Holding GmbH und die Mehrheitseignerin Zima Wohn Baugesellschaft aus Österreich arbeiten seit Jahren an dem Projekt, das auf 14.000 Quadratmetern 165 Loftwohnungen, Seniorenwohnungen und eine Kita vorsieht.
Stefan Martin, Geschäftsführer der SRM Holding, wirft der Kommune Borsdorf vor, den Bauablauf durch neue Auflagen und zusätzliche Verpflichtungen wie die Installation einer Signalanlage für das gesamte Areal zu blockieren. Kostenpunkt: 20.000 bis 50.000 Euro. Bürgermeisterin Birgit Kaden weist die Vorwürfe zurück und betont, dass der Prozess „sehr komplex“ sei. Die Verwaltung arbeite intensiv daran, den Erschließungsvertrag voranzubringen, der noch vom Gemeinderat bestätigt werden muss.
Trotz Verzögerungen halten beide Seiten an der geplanten Kita fest, um künftigen Familienzuzug zu berücksichtigen und die alte Einrichtung „Löwenzahn“ zu ersetzen. Das Areal am östlichen Ortsausgang Borsdorfs blickt auf eine über 100-jährige industrielle Tradition zurück, unter anderem als VEB Kunstleder Borsdorf, das einst in viele Länder exportierte.
