Was wird aus Lichtspielhaus und Gloria-Palast?

Delmenhorst. Unkraut, Müll und zerschlagene Fenster – so präsentiert sich das einst glanzvolle Doppel aus Lichtspielhaus und Gloria-Palast an der Cramerstraße in Delmenhorst. An prominenter Stelle am Eingang zur Fußgängerzone gelegen, liegen die Gebäude seit 2003 brach – ohne klare Zukunftsperspektive.

Vor 114 Jahren eröffnete das Lichtspielhaus und prägte unter Franz und Hugo Münzer über Jahrzehnte das Freizeitleben der Stadt. Anfang der 1950er Jahre wurde der Saal auf 700 Plätze erweitert, kurz darauf folgte der Gloria-Palast. Doch seit über 20 Jahren flimmert hier kein Film mehr. Zwischenzeitliche Versuche als Musical-Bühne, Party-Location oder Puppentheater scheiterten.

2008 übernahm der Bremer Immobilienkaufmann Wolfgang von Salzen das Areal und schmiedete Pläne für eine Nutzung im Nachtleben. Doch rechtliche Hürden machten den Ideen einen Strich durch die Rechnung. Auch ein Seniorenheim stand zwischenzeitlich zur Diskussion – umgesetzt wurde nichts.

Heute gehört ein Teil des Geländes dem Delmenhorster Gastronom Tarik Cirdi, der am Bahnhof das „Riva“ betreibt. Mit der Stadtverwaltung gebe es Gespräche über eine mögliche Nachnutzung. Konkrete Pläne nannte er bislang nicht. Damit bleibt offen, ob sich das Kino-Duo je aus seinem Dornröschenschlaf erhebt.

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