Lüneburg. Greller Feuerschein über dem Dörnbergkreisel in Lüneburg: Am frühen Sonntagmorgen steht erneut eine seit Jahren verlassene Stadtvilla an der Lauensteinstraße in Flammen. Dichter Rauch, Blaulicht und dutzende Einsatzkräfte prägen das Bild, als die Feuerwehr um 6.27 Uhr alarmiert wird. Passanten hatten zuvor Feuerschein im ersten Stock des maroden Gebäudes entdeckt.
Als die ersten Löschfahrzeuge eintreffen, schlagen bereits Flammen aus den Fenstern. Unter Atemschutz dringen Feuerwehrkräfte in das stark verrauchte Innere vor, während von außen die Drehleiter eingesetzt wird. Das Feuer hat sich schnell bis in den zweiten Stock gefressen – doch die Wehr kann den Brand rasch unter Kontrolle bringen. Weißer Rauch über dem Gebiet zeigt: Die größten Flammen sind gelöscht. Im Inneren suchen die Einsatzkräfte anschließend nach versteckten Glutnestern, während an anderer Stelle bereits die Dekontamination vorbereitet wird. Mit Tagesanbruch heißt es schließlich: „Feuer aus“.
Die Villa gilt seit Langem als Problemobjekt. Schon früher hatte ein unbefugter Bewohner wiederholt Brände verursacht. Nun steht das ehemalige Prachtgebäude erneut schwer beschädigt da – und ob es überhaupt noch saniert werden kann, ist völlig offen.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Ein technischer Defekt gilt als ausgeschlossen: Das Gebäude ist seit Jahren ohne Strom oder Gas. Damit rückt Brandstiftung erneut in den Fokus.
