Stadt will Brandruine endlich abreißen

Gemünden. Die Stadt Gemünden (Wohra) will eine seit Jahren leerstehende und durch einen Brand beschädigte Fachwerkruine im Steinweg endgültig beseitigen. Das marode Gebäude, das nach einem Feuer im Januar 2024 stark beschädigt wurde, prägt seitdem negativ das Stadtbild und sorgt immer wieder für Kritik aus der Bevölkerung. Nun hat die Kommune das Grundstück selbst übernommen und kann den Abriss aktiv vorantreiben.

Mit dem Erwerb der Brandruine für einen vergleichsweise geringen Betrag trägt die Stadt nun die volle Verkehrssicherungspflicht. Damit besteht nicht nur die Möglichkeit, sondern faktisch auch der Handlungsdruck, das einsturzgefährdete Gebäude zeitnah zurückzubauen. Ziel ist es, Gefahren für Passanten zu beseitigen und den Steinweg städtebaulich aufzuwerten.

Abriss wird konkret vorbereitet

Die Verwaltung hat bereits erste Schritte eingeleitet: Fördermittel sollen beantragt werden, gleichzeitig laufen Vorbereitungen für die Ausschreibung der Abrissarbeiten. Auch die denkmalschutzrechtliche Genehmigung wurde bereits angestoßen, da es sich um ein historisch geprägtes Gebäude handelt. Damit rückt der tatsächliche Rückbau erstmals seit Jahren in greifbare Nähe.

Der Abriss der Brandruine ist nicht isoliert zu sehen, sondern Teil umfassenderer städtebaulicher Planungen in Gemünden. Parallel stehen Infrastrukturprojekte wie Brücken- und Straßenmodernisierungen auf der Agenda, die ebenfalls über Förderprogramme finanziert werden sollen. Die Stadt verfolgt damit das Ziel, zentrale Bereiche nachhaltig zu modernisieren und attraktiver zu gestalten.

Perspektive: Neustart für den Steinweg

Mit dem Rückbau der Ruine eröffnet sich langfristig die Möglichkeit für eine neue Nutzung des Areals. Konkrete Pläne für eine Nachfolgebebauung gibt es derzeit noch nicht, klar ist jedoch: Der seit Jahren bestehende städtebauliche Missstand soll endgültig beendet werden.

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