Dresden. In den Ruinen der ehemaligen Staatsoperette in Dresden-Leuben hat es am Mittwochnachmittag erneut gebrannt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei könnte ein Kabeldiebstahl das Feuer ausgelöst haben. Unbekannte waren in das leerstehende Gebäude eingedrungen und hatten Kabel aus Schächten gerissen. Beim Abisolieren der Drähte mit offener Flamme soll eine Tür im Kellerbereich Feuer gefangen haben.
Zeugen bemerkten den Rauch und alarmierten die Feuerwehr, die die Flammen rasch unter Kontrolle brachte. Verletzte gab es nicht.
Das Operettenhaus hatte bereits im Juni dieses Jahres durch einen Großbrand schwere Schäden erlitten. Damals sollen drei Mädchen im Alter von elf und zwölf Jahren Papier entzündet und damit das Feuer ausgelöst haben. Gegen sie wird ermittelt.
Trotz der jüngsten Vorfälle gibt es für das Gelände bereits Zukunftspläne: Das Dresdner Baudezernat will dort ein neues Stadtteilzentrum mit Wohnungen errichten. Die Staatsoperette selbst war bereits Ende 2016 ins Kraftwerk Mitte im Stadtzentrum umgezogen.
