Wilhelmshaven. Für das Gelände der alten Feuerwache an der Albrechtstraße 115 in Wilhelmshaven zeichnet sich eine neue Nutzung ab. Der Kreisverband Wilhelmshaven/Friesland der Arbeiterwohlfahrt (AWO) will dort eine Betreuungseinrichtung verwirklichen. Die Stadt soll dem Träger dafür ein Erbbaurecht an dem rund 2.588 Quadratmeter großen Grundstück einräumen. Damit könnte das bisherige Feuerwehrgelände künftig eine soziale Funktion erhalten.
Hinter dem Vorhaben steht ein konkreter Bedarf: Die AWO benötigt größere Flächen für ihre Betreuungsangebote. Nach der Beschlussvorlage der Stadt soll das Projekt deshalb langfristig an den Wohlfahrtsverband gebunden werden. Vorgesehen ist eine vertragliche Zweckbindung, die sicherstellen soll, dass Grundstück und Gebäude bei einer Aufgabe der vorgesehenen Nutzung an die Stadt zurückfallen.
Offen ist, in welcher Organisationsform das Projekt umgesetzt wird. Denkbar ist ein gemeinnütziges Modell mit einem reduzierten Erbbauzins von drei Prozent des Bodenwerts pro Jahr. Sollte stattdessen eine gewinnorientierte Gesellschaft als Vertragspartner auftreten, wäre ein marktüblicher Satz von sechs Prozent vorgesehen. Für diesen Fall soll eine Mietpreisbegrenzung die soziale Nutzung wirtschaftlich absichern.
Die kommunale Beschlussvorlage wurde im Oktober 2026 in den städtischen Gremien beraten. Mit dem Vorhaben könnte das Gelände der alten Feuerwache eine neue Aufgabe bekommen. Wie die Betreuungseinrichtung konkret gestaltet wird und welche baulichen Veränderungen dafür erforderlich sind, bleibt eine Frage der weiteren Planung.
