Neue Hoffnung für die historische Villa Kelle

Enger. Die denkmalgeschützte Villa Kelle an der Spenger Straße in Enger könnte nach Jahren des Verfalls eine neue Zukunft bekommen. Das historische Gebäude direkt neben dem Rathaus steht seit Langem leer und gilt inzwischen als Lost Place mitten in der Stadt. Die Stadt Enger hat das Gebäude 2021 für 250.000 Euro gekauft. Nun eröffnet sich überraschend die Möglichkeit, die Sanierung über das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) fördern zu lassen. Je nach Förderquote könnten bis zu 80 Prozent der Kosten übernommen werden.

Für die Sanierung werden Gesamtkosten von rund 1,4 Millionen Euro kalkuliert. Als mögliche Nutzung stehen unter anderem das „Haus der Kulturen“, Vereinsräume oder ein städtisches Trauzimmer im historischen Gebäude im Raum.

Entscheidung über Zukunft steht noch aus

Die Politik muss zunächst entscheiden, ob die Villa Kelle in das Förderprogramm aufgenommen wird. Mit einem positiven Beschluss wären die Zuschüsse gesichert – ob die Sanierung tatsächlich umgesetzt wird, müsste später entschieden werden. Das Anfang des 20. Jahrhunderts errichtete Haus wurde 2020 unter Denkmalschutz gestellt. Bekannt wurde die Immobilie vielen Engeranern vor allem durch die jahrzehntelang dort betriebene Zahnarztpraxis.

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