Meiningen: Polizei ermittelt fünf Heranwachsende

Meiningen. Nach dem verheerenden Großbrand auf dem Gelände des früheren Reichsbahnausbesserungswerks in Meiningen gibt es neue Erkenntnisse zur Brandursache. Die Polizei schließt einen technischen Defekt inzwischen aus und ermittelt gegen fünf Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren. Nach den bisherigen Ermittlungen sollen sich die Jugendlichen vor Ausbruch des Großbrandes auf dem ehemaligen Industriegelände aufgehalten und dort Feuer gemacht haben. Die Kriminalpolizei Suhl geht deshalb inzwischen von fahrlässiger Brandstiftung aus. Ob das von den Jugendlichen entzündete Feuer tatsächlich den Großbrand auslöste, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Das Feuer hatte Ende Juli auf einer Fläche von etwa 100 mal 100 Metern mehrere leer stehende Gebäude erfasst. Mehrere Hallen des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerks stürzten infolge des Brandes weitgehend ein. Die gewaltige Rauchentwicklung war weithin sichtbar und reichte bis nach Bayern. Mehr als 180 Einsatzkräfte waren an den umfangreichen Löscharbeiten beteiligt. Verletzt wurde niemand.

Der Großbrand macht einmal mehr deutlich, welche Gefahren von ungenutzten und zunehmend verfallenden Industrieanlagen ausgehen können. Das ehemalige RAW-Gelände in Meiningen gehört zu den bedeutenden Zeugnissen der Eisenbahngeschichte Thüringens. Zugleich können leer stehende Gebäude zu Treffpunkten für Jugendliche werden und bei offenem Feuer schnell zu einer erheblichen Gefahr für Menschen, Einsatzkräfte und die historische Bausubstanz werden.

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