Maschinen des ehemaligen KZ-Steinbruchs gefährdet

Flossenbürg. Im ehemaligen KZ-Steinbruch am Wurmstein in Flossenbürg stehen Maschinen, die bereits während der NS-Zeit für den Granitabbau eingesetzt wurden. Nach dem Ende des gewerblichen Abbaus im Frühjahr 2024 stellt sich nun die Frage, was mit den historischen Anlagen und Maschinen geschehen soll. Der frühere Pächter zieht offenbar einen Verkauf in Betracht. Der Freistaat Bayern verfolgt dagegen das Ziel, die Technik als Teil des historischen Ortes zu bewahren.

Der Steinbruch soll künftig in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg integriert werden. Während der NS-Zeit mussten Häftlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen im Granitabbau Zwangsarbeit leisten. Der Ort gilt heute als eines der am besten erhaltenen Zeugnisse eines ehemaligen KZ-Steinbruchs in Europa.

Mit dem Ende des Granitabbaus haben auch die alten Betriebsgebäude und technischen Anlagen ihre ursprüngliche Funktion verloren. Riesige Kompressoren, Werkstätten und weitere Maschinen zeugen noch heute von der industriellen Nutzung des Areals. Fotografien aus dem Jahr 2024 dokumentieren bereits den teilweise fortgeschrittenen Verfall der Anlagen.

Nun steht die Frage im Raum, ob diese Technik erhalten und in das künftige Gedenkstättenkonzept eingebunden werden kann. Damit geht es nicht lediglich um alte Maschinen, sondern um materielle Zeugnisse eines Ortes, an dem Tausende KZ-Häftlinge Zwangsarbeit leisten mussten.

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