Leerstehendes Haus stürzt plötzlich ein

Frauenwald. In Frauenwald im Ilm-Kreis ist am Mittwochabend ein seit Jahren leerstehendes Wohnhaus eingestürzt. Weil zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich Menschen in den Trümmern befinden, rückten zahlreiche Feuerwehren an. Auch speziell ausgebildete Spürhunde wurden eingesetzt. Besonders brisant: Zeitgleich wurde ein Kind vermisst. Deshalb musste zunächst mit dem Schlimmsten gerechnet werden. Die Einsatzkräfte suchten die Trümmer des teilweise eingestürzten Gebäudes intensiv ab.

Nach kurzer Zeit konnte die Feuerwehr Entwarnung geben. Unter den Trümmern wurde niemand gefunden. Auch das vermisste Kind tauchte wohlbehalten wieder auf. Verletzte gab es nicht. Nach rund drei Stunden war der Einsatz beendet. Nach Angaben der Polizei stand das Gebäude bereits seit mehreren Jahren leer. Andere Gebäude wurden durch den Einsturz offenbar nicht beschädigt.

Der Einsturz zeigt einmal mehr, wie schnell jahrelanger Leerstand zur Gefahr werden kann. Gebäude, die über Jahre nicht genutzt und instand gehalten werden, können durch Witterung, Feuchtigkeit und fortschreitende Bauschäden erheblich an Substanz verlieren. Für die Einsatzkräfte ist die Lage besonders schwierig: Bei einem teilweise eingestürzten Gebäude muss zunächst geklärt werden, ob weitere Gebäudeteile nachgeben könnten und ob sich möglicherweise Menschen im Inneren befinden. Die Ortsdurchfahrt von Frauenwald war während des Einsatzes gesperrt.

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