Klinik Olpe: Abriss für Millionen-Neubau

Olpe. Nach mehreren Jahren Verzögerung haben am St. Martinus-Hospital in Olpe die Abrissarbeiten für den geplanten Klinikneubau begonnen. Zunächst werden mehrere Gebäudeteile zurückgebaut, um Platz für die Erweiterung des Krankenhauses zu schaffen. Der eigentliche Neubau soll nach Abschluss der Vorarbeiten noch Ende des Jahres starten. Vom Rückbau betroffen sind unter anderem das leerstehende Bettenhaus „St. Agatha“, das frühere Kapellen- und Forumsgebäude sowie das ehemalige MRT-Gebäude im Innenhof und ein alter Aufzugschacht. Trotz der Bauarbeiten bleibt der Krankenhausbetrieb nach Angaben des Betreibers uneingeschränkt bestehen. Lediglich der Parkplatz P10 an der Martinstraße steht während der Abrissphase nicht zur Verfügung.

Um die Belastungen für Patienten und Mitarbeitende möglichst gering zu halten, setzen die Verantwortlichen auf eine vergleichsweise geräuscharme Abbruchtechnik. Statt Abrissbirnen oder Presslufthämmern kommen Betonzangen und Stahlscheren zum Einsatz. Zudem wird der Bauschutt nicht direkt auf dem Klinikgelände verarbeitet, sondern in eine externe Recyclinganlage transportiert.

Die Modernisierung des St. Martinus-Hospitals war bereits seit 2020 geplant, musste jedoch mehrfach verschoben werden. Gründe waren unter anderem Änderungen in der Krankenhausplanung, ein Führungswechsel sowie eine zunächst abgelehnte Förderung. Erst mit der Förderzusage des Landes Nordrhein-Westfalen über rund 70 Millionen Euro konnte das Bauprojekt endgültig auf den Weg gebracht werden. Ziel ist es, die medizinische Versorgung im Kreis Olpe langfristig zu sichern und den Klinikstandort zukunftsfähig auszubauen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert