Lautenthal. Vom einst beliebten Hotel und Café „Waldkater“ in Lautenthal im Oberharz ist kaum noch etwas geblieben. Die seit Jahren verlassene Ruine, die als sogenannter „Lost Place“ zahlreiche Neugierige anzog, ist nun weiter eingestürzt. Nach Angaben von Anwohnern und Wanderern ist die rechte Gebäudeseite vollständig kollabiert.
Das historische Fachwerkhaus wurde vermutlich zwischen 1880 und 1900 errichtet und diente zunächst als kirchliches Kurhaus. Im Laufe der Jahrzehnte wechselte die Nutzung mehrfach: Jugendheim, Treffpunkt politischer Gruppen, später ein beliebtes Touristenhotel mit Café. Irgendwann schloss der Betrieb – wann genau, ist bis heute unklar. Zurück blieb ein leerstehendes Gebäude, dessen Zustand sich Jahr für Jahr verschlechterte.
Spätestens nach einem Großbrand im November 2024 war klar, wie akut die Gefahr geworden ist. Zwar blieb ein Teil der Bausubstanz stehen, doch der Brand beschleunigte den Verfall erheblich. Nun ist ein weiterer Teil des Gebäudes eingestürzt – für viele Beobachter das wohl endgültige Ende des „Waldkaters“.
Für Wanderer und Fans verlassener Orte ist der Anblick schmerzhaft. Der „Waldkater“ galt lange als Symbol für den langsamen Niedergang historischer Bauten im Harz. Mit dem jüngsten Einsturz droht eines der bekanntesten Lost-Place-Objekte der Region endgültig zu verschwinden.
