Duisburg. In Duisburg-Rumeln soll ein mehr als 300 Jahre alter Bauernhof einem neuen Wohnquartier weichen. Teile des Gebäudes stammen nach Angaben des bisherigen Betreibers aus dem 17. Jahrhundert. Mit dem Abriss verschwindet damit ein Stück historischer Ortsgeschichte, das über Generationen das Bild des Stadtteils geprägt hat.
Auf dem Grundstück sollen insgesamt 17 Reihenhäuser entstehen. Das Projekt steht beispielhaft für den Wandel vieler gewachsener Ortskerne, in denen historische Hofanlagen zunehmend neuen Wohnbauprojekten Platz machen. Während zusätzlicher Wohnraum geschaffen wird, geht mit dem Abriss zugleich historische Bausubstanz unwiederbringlich verloren. Die Entwicklung in Rumeln wirft damit erneut die Frage auf, wie sich die Nachfrage nach Wohnraum und der Erhalt ortsgeschichtlicher Gebäude miteinander vereinbaren lassen.
