Weißwasser. In Weißwasser soll eine historische Industriefläche eine neue wirtschaftliche Perspektive erhalten. Die Stadt treibt die Entwicklung des Geländes der ehemaligen Gelsdorfhütte voran. Aus der bislang brachliegenden Fläche soll ein modernes Gewerbegebiet entstehen. Der Stadtrat hat jetzt einen weiteren wichtigen Schritt beschlossen: Die Bauleistungen für den Straßenbau und die notwendigen Leitungsnetze wurden vergeben. Den Auftrag erhielt das Unternehmen Strabag. Das Volumen beträgt knapp drei Millionen Euro.
Das Gesamtprojekt ist mit einem Budget von rund 12,5 Millionen Euro kalkuliert. Mehr als 97 Prozent der Finanzierung sollen aus Fördermitteln stammen. Damit gehört die Revitalisierung der Industriebrache zu den größeren Strukturwandelvorhaben der Region. Neben neuen Flächen für Unternehmen soll auch die historische Landmarke der ehemaligen Glashütte erhalten bleiben. Das Bauwerk soll saniert werden und damit weiterhin an die industrielle Vergangenheit des Standortes erinnern.
Die Entwicklung der Gelsdorfhütte steht beispielhaft für den Versuch, ehemalige Industriestandorte nicht einfach verschwinden zu lassen, sondern sie in die wirtschaftliche Zukunft zu überführen. Während Straßen und Versorgungsleitungen die Grundlage für neue Gewerbeansiedlungen schaffen, soll das historische Bauwerk als sichtbares Zeugnis der regionalen Industriegeschichte bestehen bleiben. Damit verbindet Weißwasser wirtschaftliche Neuordnung mit dem Anspruch, einen Teil seiner industriellen Identität zu bewahren.
