Hamburg. Das lange dem Verfall preisgegebene Mausoleum Schröder auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf soll umfassend gesichert und saniert werden. Für das denkmalgeschützte Bauwerk stehen insgesamt 18 Millionen Euro zur Verfügung. Bund und Stadt Hamburg beteiligen sich jeweils mit rund neun Millionen Euro an dem Projekt. Geplant ist ein außergewöhnliches Schutzkonzept: Ein „schwebendes Schutzdach“ mit extensiver Begrünung soll das historische Mausoleum künftig vor Witterungseinflüssen schützen. Gleichzeitig soll der stark beschädigte Innenraum so weit instand gesetzt werden, dass das Gebäude perspektivisch wieder für Besucher zugänglich ist.
Der Zugang war zuletzt aus Sicherheitsgründen untersagt. Unter anderem hatten sich Teile aus dem Bereich der Kuppel gelöst. Mit der nun gesicherten Finanzierung könnte für den bekannten Hamburger Lost Place damit eine neue Zukunft beginnen.
Streit um Sanierung beendet
Das Mausoleum wurde Anfang des 20. Jahrhunderts für die Hamburger Kaufmannsfamilie Schröder errichtet. Über Jahre blieb eine dringend notwendige Sanierung aus. Eine 2009 übernommene Denkmal-Patenschaft wurde schließlich wieder entzogen, nachdem die angekündigten Arbeiten bis 2022 nicht umgesetzt worden waren. Nun soll die millionenschwere Finanzspritze den entscheidenden Wendepunkt bringen. Das Mausoleum Schröder könnte damit vom gefährdeten Lost Place wieder zu einem zugänglichen historischen Denkmal in Hamburg werden.
