Grube Ypsilanta öffnet wieder

Dillenburg-Oberscheld. Die Grube Ypsilanta im Schelderwald öffnet wieder ihre Tore. Am Sonntag, 6. September 2026, können Besucher den rund 140 Meter langen historischen Stollen erkunden und dabei tief in die Geschichte des heimischen Eisenerzbergbaus eintauchen. Das Grubenfeld wurde 1839 auf Eisenerz verliehen. Über Jahrzehnte wurde hier Roteisenstein abgebaut. 1908 waren 64 Bergleute beschäftigt. Probleme mit eindringendem Wasser und sinkende Erzpreise führten jedoch immer wieder zu Unterbrechungen. 1934 wurde die Grube endgültig geschlossen.

Heute ist der ehemalige Wasserlösungsstollen als Besucherstollen zugänglich. Der Bergbau- und Feldbahnverein Schelderwald hat das historische Mundloch restauriert und den Stollen für Besucher hergerichtet. Unter Tage vermitteln Werkzeuge, Erze und bergmännisches Geleucht einen Eindruck von den Arbeitsbedingungen früherer Generationen.

Der Besucherstollen ist Teil der regionalen Industriekultur und wird vom Bergbau- und Feldbahnverein Schelderwald betreut. Der Verein erhält neben Ypsilanta auch historische Feldbahnen und ein Untertagemuseum im Schelderwald. Die Grube ist zudem als GeoPunkt des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus ausgewiesen. Damit verbindet der Ort Bergbaugeschichte, Geologie und regionale Industriekultur.

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