Feuer in ehemaliger Gießerei Werle

Ottweiler. Ein erneuter Brand auf dem Gelände der ehemaligen Gießerei Werle hat am frühen Mittwochmorgen in Ottweiler für Aufsehen gesorgt. Gegen 6.30 Uhr schrillten die Sirenen, kurz darauf rückten mehrere Feuerwehrfahrzeuge zur Industriebrache am Bahnhof aus. Auf dem seit Jahren leerstehenden Areal brannten nach ersten Erkenntnissen Unrat, alte Maschinenteile und Gummimaterial im Bereich des Eingangstores.

Von außen waren keine offenen Flammen zu sehen, dennoch sorgte der Einsatz für Aufmerksamkeit bei zahlreichen Pendlern. Der Brandort liegt unmittelbar neben dem Busbahnhof und den Bahnsteigen der Bahnstrecken Richtung St. Wendel, Neunkirchen und Saarbrücken. Insgesamt vier Fahrzeuge und 26 Einsatzkräfte aus Ottweiler und Mainzweiler waren vor Ort.

Da Teile des Brandherdes nur schwer erreichbar waren und sich das Feuer auch auf eine abwärtsführende Treppe ausgedehnt hatte, setzte die Feuerwehr einen Bagger ein. Der Einsatz konnte gegen 8 Uhr beendet werden. Verletzt wurde niemand, zur Schadenshöhe gibt es bislang keine Angaben.

Die Polizei geht nach bisherigem Stand von Brandstiftung aus. Spezialisten sollen am Donnerstag das Gelände untersuchen und die Ursache klären. Brisant ist der Vorfall auch deshalb, weil es bereits im Frühjahr 2024 zu einem Großbrand auf dem früheren Werksgelände gekommen war. Damals hatten dichter Rauch und stundenlange Löscharbeiten die Stadt in Atem gehalten, auch in diesem Fall ermittelten die Behörden wegen vorsätzlicher Brandstiftung.

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