Cita-Strom-Gebäude: Teilabriss für neues Stadtquartier

Elmshorn. In Elmshorn ist der Weg für den Teilabriss des denkmalgeschützten Cita-Strom-Gebäudes frei. Ein neuer denkmalrechtlicher Bescheid erlaubt es der Stadt, Teile des historischen Gebäudes an der Berliner Straße abzubrechen. Damit soll der geplante Ausbau der Berliner Straße ermöglicht und die weitere Entwicklung des neuen Quartiers rund um die Knecht’schen Hallen vorangetrieben werden.

Ganz verschwinden soll das historische Ensemble jedoch nicht. Das Kranhaus und die Mantelhalle müssen erhalten bleiben, ebenso ein Teil des ehemaligen Cita-Strom-Gebäudes. Das Bauwerk gehört zum historischen Komplex der Knecht’schen Hallen und prägt mit seinen Backsteinfassaden das Stadtbild.

Der Umgang mit dem Gebäude war zuletzt heftig umstritten. Frühere Abrisspläne waren am Denkmalschutz gescheitert. Die Stadt sah den Erhalt als Hindernis für den Ausbau der Berliner Straße, während sich unter anderem der Freundeskreis der Knecht’schen Hallen für die vollständige Bewahrung und eine kulturelle Nutzung des Ensembles einsetzte.

Hinter dem Streit steht ein umfassender Stadtumbau. Rund um Innenstadt und Hafen soll ein neues Quartier mit Wohnungen, Büros, Gastronomie und kulturellen Angeboten entstehen. Nach Angaben des NDR sind dafür bereits rund 57 Millionen Euro an Investitionen vorgesehen. Der Ausbau der Berliner Straße gilt als wichtiger Bestandteil der Entwicklung.

Nun beginnen die konkreten Vorbereitungen für den Teilabriss. Damit ist der jahrelange Konflikt zwischen Denkmalschutz und Quartiersentwicklung zwar nicht vollständig beendet, aber eine politische und planerische Blockade ist vorerst gelöst. Für Elmshorn bleibt die entscheidende Frage, wie viel historische Substanz am Ende tatsächlich erhalten bleibt.

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