Bad Soden-Salmünster. In Bad Soden-Salmünster rückt die Zukunft dreier ehemaliger Klinikstandorte in den Mittelpunkt. Die früher medizinisch genutzten Areale St. Marien, St. Lioba und Lohrey haben ihre ursprüngliche Funktion verloren. Jetzt untersucht die Stadt, wie aus den Leerständen wieder lebendige Orte entstehen können. Besonders im Fokus steht die ehemalige Klinik Lohrey. Der große, geschlossene Baukörper prägt das Ortsbild und nimmt eine erhebliche Fläche ein. Nach Einschätzung der Planer könnte der Komplex künftig unter anderem für betreutes Wohnen, Facharztpraxen, Tages- und Kurzzeitpflege sowie Beratungs- und Begegnungsangebote genutzt werden.
Auch für die frühere Klinik St. Lioba wird eine Nachnutzung geprüft. Der historische Klinkerbau gilt als ortsbildprägender Bestandteil des Bestands und könnte grundsätzlich erneut für gesundheitliche Angebote genutzt werden. Das Areal St. Marien wiederum besteht aus Gebäuden unterschiedlicher Bauzeiten und könnte schrittweise neu geordnet werden.
Noch ist nichts entschieden. Zunächst müssen Eigentumsverhältnisse geklärt sowie Kosten und Finanzierung untersucht werden. Die Stadt spricht von einer „geordneten Transformation“ des gesamten Bereichs „Am Mühlgraben“. Parallel läuft bereits die Bauleitplanung für ein Sondergebiet mit den Schwerpunkten Kur, Gesundheit und Tourismus.
Damit könnte sich für die ehemaligen Klinikbauten eine zweite Chance eröffnen. Statt jahrelangem Leerstand und Verfall steht eine Umnutzung im Raum – und damit die Frage, ob aus den heutigen Lost Places künftig wieder ein funktionierender Teil von Bad Soden wird.
