Berlin-Marzahn. Der jahrelange Leerstand ist Geschichte: Auf dem weitgehend abgeräumten Gelände des früheren Carrée Marzahn an der Jan-Petersen-Straße hat der Neubau begonnen. Bis Ende 2028 sollen hier 428 freifinanzierte Mietwohnungen entstehen. Entwickelt wird das Projekt von Greystar und Ten Brinke. Noch vor wenigen Monaten prägten leerstehende und zunehmend verfallende Teile des ehemaligen Einkaufsstandorts das Grundstück. Mit dem weitgehenden Abriss ist diese Ära nun beendet. Wo einst Geschäfte um Kunden warben, entsteht jetzt ein neues Wohnquartier. Die Grundsteinlegung markiert den sichtbaren Übergang von der jahrelangen Brache zur Großbaustelle.
Geplant sind zwei Wohngebäude: ein elfgeschossiges Hochhaus sowie ein sechsgeschossiger Bau. Vorgesehen sind Studio-Apartments sowie Ein-, Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen mit Größen von etwa 24 bis 80 Quadratmetern. Damit soll der Standort deutlich dichter genutzt werden als in seiner bisherigen Form. Private Außenbereiche und Gemeinschaftsflächen gehören ebenfalls zum Konzept. Trotz des massiven Wohnungsbaus verschwindet die Nahversorgung nicht. Im Erdgeschoss sind rund 8.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche vorgesehen. Auch der bestehende Mix-Markt und die Kita Goldfischchen sollen während der Bauarbeiten geöffnet bleiben. Zusätzlich sind rund 111 Stellplätze geplant.
Für das ehemalige Carrée Marzahn ist die Entwicklung bemerkenswert. Der Standort stand lange Zeit für Leerstand, Verfall und eine ungeklärte Zukunft. Jetzt wird die alte Bausubstanz vollständig durch ein neues Quartier ersetzt. Damit zeigt das Projekt exemplarisch, wie sich Berliner Problemimmobilien verändern: Erst verschwindet der jahrelange Leerstand – anschließend wird aus der Brache ein dicht bebauter Wohnstandort. Die Fertigstellung der 428 Wohnungen ist für Ende 2028 vorgesehen.
