Altes Bettenhaus wird abgerissen

Solingen. Der Großumbau am Klinikum erreicht einen entscheidenden Meilenstein: Mit dem vollständigen Leerzug des alten Bettenhauses aus den 1950er-Jahren starten nun die Vorbereitungen für dessen Abriss – und damit für die wohl teuerste und umfassendste Modernisierung in der Geschichte des Hauses. Über Jahrzehnte war der Abriss dieses Gebäudeteils immer wieder geplant, aber nie umgesetzt. Nun ist klar: Die Bagger kommen, und der Klinikstandort wird grundlegend neu strukturiert.

Für Patienten bedeutet der Baustart zunächst Einschränkungen. Seit heute werden die Zufahrten zur Notaufnahme umgebaut, um Platz für die kommenden Arbeiten zu schaffen. Davon betroffen sind auch die Kurzzeitparkplätze an der Ambulanz, die ersatzlos wegfallen. Die Klinik rechnet damit, dass es rund um die Notaufnahme zeitweise zu Engpässen und veränderten Wegen kommen wird.

Gleichzeitig markiert der Umbau den Beginn eines Zukunftsprojekts, das die medizinische Versorgung langfristig verbessern soll. Die Notaufnahme erhält im Zuge des Neubaus doppelt so viel Kapazität wie bisher – ein entscheidender Schritt angesichts wachsender Patientenzahlen und steigender Anforderungen an die Akutversorgung.

Der neue Gebäudekomplex wird mehr als 400 Betten umfassen und erhält einen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 180 Millionen Euro. Im Fokus stehen moderne Stationen mit zeitgemäßer Ausstattung: Statt Mehrbettzimmern soll es künftig ausschließlich Zwei- oder Einbettzimmer geben, um den Komfort und die Privatsphäre der Patienten deutlich zu erhöhen.

Fertiggestellt werden soll der Neubau in etwa drei Jahren. Bis dahin bleibt das Klinikgelände eine Großbaustelle – und eines der sichtbarsten Zukunftsprojekte der regionalen Gesundheitsversorgung.

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