Selm. Die jahrelang leerstehenden Häuser an der Kreisstraße in Selm verschwinden. Nachdem die Gebäude bereits entrümpelt und vom öffentlichen Versorgungsnetz getrennt wurden, beginnen am 30. September die eigentlichen Abrissarbeiten. Damit endet die lange Geschichte der sogenannten Abrisshäuser, die das Stadtbild über Jahre geprägt haben. Neue Eigentümerin des Areals ist die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS). Im März 2026 hatten Stadt und Gesellschaft einen langfristigen Erbpachtvertrag geschlossen. Auf dem Grundstück soll ein neues Wohnviertel mit bis zu 70 Wohneinheiten entstehen. Vorgesehen ist ein Mix aus gefördertem und frei finanziertem Wohnraum. Auch kleinere Wohnungen sowie Gewerbeeinheiten wie Büros oder Arztpraxen sind geplant.
Zur Kreisstraße hin soll eine Riegelbebauung entstehen, dahinter sind Reihenhäuser, Stellplätze und Aufenthaltsflächen vorgesehen. Die UKBS beziffert das Investitionsvolumen für die Neubebauung auf rund 26,5 Millionen Euro. Ein konkreter Zeitplan für den Baubeginn stand zuletzt noch nicht fest. Mit dem Abriss verschwindet ein jahrelanger städtebaulicher Problemfall. Aus einer leerstehenden Häuserzeile soll ein neues Wohnquartier werden. Der Rückbau ist damit nicht nur das Ende eines Lost Places im Zentrum von Selm, sondern zugleich der sichtbare Auftakt für eine umfassende Neubebauung des Areals.
