14 Jahren Leerstand: Schlecker-Ruine verschwindet

Reinfeld. In der Innenstadt von Reinfeld im Kreis Stormarn verschwindet ein langjähriger Schandfleck: Die Gebäude an der Paul-von-Schoenaich-Straße sollen abgerissen werden. Dazu gehört auch die ehemalige Schlecker-Filiale, die seit 2012 leer steht. Nach 14 Jahren Leerstand ist damit das Ende der maroden Immobilien besiegelt. Der Zustand der Gebäude hatte sich über die Jahre immer weiter verschlechtert. Die Ruinen wurden für die Stadt zunehmend zum Problem und standen nach Angaben der Lübecker Nachrichten einer neuen Entwicklung der Grundstücke im Weg.

Die Geschichte des Gebäudes ist typisch für viele ehemalige Einzelhandelsstandorte: Mit der Insolvenz der Drogeriekette Schlecker endete auch in Reinfeld die Nutzung. Was zunächst wie ein gewöhnlicher Leerstand begann, entwickelte sich über Jahre zu einer sichtbaren Ruine mitten in der Stadt. Für Anwohner und Besucher war der Zustand zunehmend unbefriedigend. Während andere Bereiche der Innenstadt modernisiert wurden, blieb der Komplex an der Paul-von-Schoenaich-Straße als Relikt einer vergangenen Handelsära bestehen.

Mit dem Abriss verschwindet nun nicht nur ein ehemaliger Einzelhandelsstandort, sondern auch eine städtebauliche Blockade. Die frei werdenden Flächen können anschließend neu entwickelt werden. Damit endet in Reinfeld ein ungewöhnlich langer Leerstandszeitraum. 14 Jahre standen die Gebäude weitgehend ungenutzt – nun sollen die Bagger dafür sorgen, dass aus der innerstädtischen Problemimmobilie wieder eine nutzbare Fläche wird. Der Fall zeigt einmal mehr, wie langwierig der Umgang mit aufgegebenen Gewerbeimmobilien sein kann. Zwischen Schließung, Eigentumsfragen, Verhandlungen und einer tatsächlichen Neubebauung können Jahre vergehen. In Reinfeld ist dieser Stillstand jetzt zumindest an diesem Standort vorbei.

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